Warum ist das Regenbogenland Wirges eine evangelische Kindertagesstätte?
Jesus Christus spricht: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn ihnen gehört das Reich Gottes.“
Dies ist der Auftrag, den Gott uns Menschen gegeben hat, verantwortungsbewusst und voller Wertschätzung mit Kindern umzugehen. Sie sollen und dürfen die Liebe Gottes am ehesten erfahren. Diesem Auftrag, der ein sehr verantwortungsvoller Auftrag ist, möchte die Kirchengemeinde gerecht werden. Dies ist der Schlüsselsatz, der deutlich macht, dass Kinder in unserer Welt willkommen sind.
Schon seit Bestehen der Evangelischen Kirchengemeinde Wirges betrieb sie eine Kindertagesstätte. Damals wollten die Vertreter der Kirchengemeinde vielleicht in einem katholischen Umfeld ein Zeichen setzen: Die Evangelischen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen für die Kleinsten, für den Nachwuchs, um ihnen eine gute Erziehung zu gewährleisten. Kinder sind das schwächste Glied in der Gesellschaft. Sie haben nur wenige, die für sie sprechen. Kinder sind diejenigen, die sich nicht wehren können, wenn sie angegriffen werden, wenn ihnen mangelnde Erziehung vorgeworfen wird.
Für uns heute sind die Kinder das wichtigste Glied in der Kette derjenigen, die den Segen Gottes bedürfen. Genau aus diesem Grund möchte die Kirchengemeinde helfen, Kinder pädagogisch gut und wertvoll zu erziehen. Kinder sollen das Gefühl bekommen, geliebt und anerkannt zu werden. Deshalb gehörte zur evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde eine Kindertagesstätte – das Regenbogenland. In ihrer Kinderkrippe finden auch die kleinsten Kinder, sprich die Einjährigen, einen Platz.
Im Januar 2024 änderte sich die Trägerschaft und die Kita wurde Teil der Gemeindeübergreifenden Trägerschaft (kurz GüT) Westerwald. Seitdem steht die Kita mit den anderen 11 evangelischen Kitas im Westerwaldkreis unter einer proffessionalisierten Geschäftsführung, da der Verwaltungsaufwand und die Organisation einer Kita für einen ehrenamtlichen Kirchenvorstand nicht mehr möglich war.
Was sich jedoch nicht änderte ist die Verbundenheit zwischen der Ev. Kirchengemeinde Wirges und der Kita, die durch die Mitgliedschaft im GüT Vorstand bestehen bleibt. Wir legen auch weiterhin großen Wert auf gute Venetzung und Zusammenarbeit!
Anders als bei einem staatlichen Träger achten wir auf ein religionspädagogisches Angebot. Der Gemeindepfarrer gestaltet gemeinsam mit den Erzieherinnen regelmäßig einen Krabbelgottesdienst. So wird deutlich, dass die frohe Botschaft von einem Gott, der seine Menschen vorbehaltlos liebt, auch und gerade den Kindern gilt.
Wer nun allerdings meint, die Kindertagesstätte würde nur evangelische Kinder aufnehmen, der muss enttäuscht werden. Jeder Träger ist vom Gesetz her gehalten, jedes Kind, unabhängig von der Konfession oder einer Religion, aufzunehmen und es zu betreuen. Diesem gesetzlichen Auftrag kommen wir gerne nach, denn wir möchten als evangelische Gemeinde mit den anderen Religionen ins Gespräch kommen. In der Kindertagesstätte wird dies praktiziert und vom Träger gewollt und unterstützt. Kinder haben keine Berührungsängste. Sie können uns Erwachsenen vorleben, wie ein Dialog gelingen kann.

